Mehr Karneval geht nicht

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Neues aus der Kölner Szene - Artikel

GS - Samstagnachmittag zur Kaffee und Kuchen Zeit ein Saal, gefüllt mit 1000 kostümierten  Besuchern, feiert als gäbe es kein Morgen mehr. Und warum ? Mit Recht .Eingeladen hatte die K.G. Flittard von 1934 e.V. zu ihrer jährlichen Kostümsitzung in die Mülheimer Stadthalle. Der Beginn war schon etwas außergewöhnlich. Der Sitzungspräsident Holger Kirsch begleitete seinen singenden Elferrat mit der Mundharmonika zur Eröffnung.Die  große Ehrung zum 25 jährigen Jubiläum als Senatspräsident wurde Berthold Utsch ( Bäätes) zu teil. Mit bewegenden Worten erzählte Henry Jahn wie alles Nachts um 2 Uhr vor 25 Jahren entstanden  ist. Viele Auszeichnungen hat der  Jubilar schon erhalten. Aber die höchste zivile Auszeichnung den Silvesterorden, hat er bekommen aus den Händen des  Hl. Papstes von Rom. Gerührt nahm er die vorgenommene Ehrung entgegen.

Literat Ricardo Welter hatte ein eng getaktetes Programm für die Besucher ausgesucht. Egal ob Redner Musik Bands oder Tanzcorps für jeden war etwas dabei. Bei dem Lied von den Paveiern „Heimat es“ schunkelte man noch, aber bei „Leev Marie“ ging es am frühen Nachmittag schon auf die Stühle. Die Räuber spielten u.a. ein Potpourri der vergangenen Jahre und der ganze Saal sang textsicher mit. Gitarrist Andreas Dorn genannt SCHRADER steuerte seine bekannte Gesichtsmimik dazu.

Die Domstürmer nahmen gemäß dem diesjährigen Motto: Wenn do uns Pänz sühs, verstärkten sich mit 7 Kindern aus dem Saal zum Ohrwurm: Ohne Rhing ohne Dom ohne Sunnesching zur Freude der Zuschauer. Für die Jüngeren und Junggebliebenen spielte Kasalla auf. Vor der Bühne gab es kein Durchkommen mehr. Musik bis zum abwinken.

 

Die Vertreter des gesprochenen Wortes hatten es trotzdem nicht schwer sich Gehör zu verschaffen Man hörte aufmerksam zu. Martin Schopps erzählte Anekdoten aus dem Schüler Alltag. ( Lehrer). Die Geissens und die Politik kamen auch nicht zu kurz. Politisch zu den aktuellen Themen befasste sich auch Bernd Stelter in seinem Vortrag. Marc Metzger suchte vergeblich einen Anfang seiner Rede. Einfach köstlich. Immer wieder ein Erlebnis.

 

Der Höhepunkt aber war der Auftritt der 2003/2004  gegründeten  Stattgarde Colonia. Sage und schreibe 100 Personen bevölkerten die Bühne. Das Tanzcorps, der Shantychor, Chorleiter Alexander Schumacher und die Bordkapelle unter Leitung von Roland Steinfeld. Musikalisch begann man mit einem Streifzug alter kölscher Melodien. Das gesamte Spiel strahlte viel Herz und Gefühl aus.

Der Shantychor stimmte mit einer sehr guten Auswahl an Liedern ein. Aber dann der Augenschmaus für alle Damen. Das Tanzcorps mit seinen super durchtrainierten Männern.

Elegant, verspielt und Tänzerich auf einem sehr hohen Niveau. Einfach nur super. Aber man kam auch nicht mit leeren Händen. Es wurde ein Scheck über 500 € an Holger Kirsch überreicht für die Sache Laachende Hätz.e.V. Eine tolle Geste. Zum krönenden Abschluss durften zuerst die Kleinen danach die Großen des Tanzcorps Echte Fründe ihr Können zeigen.  Die Familiengesellschaft Flittarder K.G. von 1934 e.V. versteht es zu feiern. Und das macht Spaß.